15 tipps für gelungene zoobilder


Vorweg gesagt: es gibt ihn nicht, "den einzig wahren Weg", gute Bilder zu machen. Das wäre ja auch irgendwie schade. Jeder Fotograf entwickelt mit der Zeit seinen eigenen Weg, die Dinge anzugehen.

   Ich erlebe bei Besuchen aber immer wieder, dass besonders die grundlegenden Dinge nicht bedacht wurden.

Durch eigene Fehler lernt man bekanntlich am meisten. Aber mit den folgenden Tipps möchte ich helfen, jene zu vermeiden, denen ich am häufigsten begegne. Damit möchte ich Ihnen Zeit verschaffen, Ihre ganz eigenen Fehler zu finden.

   Vielleicht berichten Sie eines Tages über Ihre Erfahrungen, die dann uns anderen weiterhelfen?



1. die kamera

Die richtige Kamera ist natürlich die Basis für gelungene Bilder. Mit Handys oder Tablets lassen sich unter den wechselnden

 Bedingungen im Zoo höchstens Zufallstreffer erzielen.

   Mein Rat geht zu Kameras mit Wechselobjektiven. Sie sind in Sachen Bildqualität hochwertiger und ermöglichen überhaupt erst den Einsatz wirklich geeigneter Objektive!

   Heute erfüllen aber nahezu alle digitalen Spiegelreflexkameras oder spiegellosen Kameras der großen Anbieter die wichtigsten Kriterien. Dazu gehören: eine gute Bildqualität bis ISO 3.200 oder darüber, ein schneller Autofokus, eine hohe Abdeckung des Bildbereichs durch die Fokusmessfelder, ein großer Sucher und ein stabiles Gehäuse.

   Die Wahl des Herstellers ist und bleibt Geschmackssache. Man sollte daher die in Frage kommenden Modelle vor dem Kauf unbedingt einmal selbst in die Hand genommen haben und das Modell wählen, das am meisten anspricht.

Dabei sind die teureren Kameras nicht zwangsläufig die besten. Oft ermöglichen bereits die günstigeren Modelle der etablierten Hersteller sehr gute Bilder, verfügen nur nicht über ganz so viele Funktionen oder Einstellmöglichkeiten.

   Bleibt noch die Wahl zwischen APS-C und Vollformatkameras. Hier sind die Foren voll von verschiedenen Meinungen.

   Um das Thema sehr kurz zu fassen: Vollformatkameras bieten eine kürzere Schärfentiefe und haben damit ihre Stärken bei allen Aufnahmen im Nahbereich (Tierportraits, Makros).

   APS-C Kameras sind häufig etwas günstiger und helfen durch ihre vergrößerte Abbildung bei Teleaufnahmen. Nikon-Kameras im APS-C Format haben z.B. eine 1,5-fache Vergrößerung, die aus einem 600-er Tele ein 900-er werden lässt. Dieser Vorteil gilt aber nur solange, wie man Kameras mit gleicher Auflösung vergleicht. Die Wahl wird aber immer nur zu einem Kompromiss führen. Die ideale Allround-Kamera gibt es leider noch nicht.  


2. die objektive

Die Wahl des richtigen Objektivs hingegen ist entscheidender, als die der Kamera. Hier gilt leider oft: je teurer, desto besser. Natürlich muss es nicht das Profi-Objektiv zum Preis eines Kleinwagens sein. Doch wird man mit der vermeintlich billigen Einsteigerlinse möglicherweise schnell unzufrieden sein und sich nach etwas höherwertigem umsehen.

   Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl. Informieren Sie sich in Ruhe, testen Sie wenn möglich. Nur so werden Sie vermeiden, für eine Brennweite zweimal Geld auszugeben.

   Selbst wenn Sie sich mit der Zeit für ein höherwertigeres Kameramodell entscheiden sollten, bleiben Ihnen die Objektive meistens erhalten. Hier sinnvoll zu investieren wird sich mit der Zeit auszahlen.

Je höher die Lichtstärke eines Objektivs, desto vielseitiger sind die fotografischen Möglichkeiten, etwa bei der Belichtungszeit, der Tiefenschärfe und dem Bokeh. Makroobjektive sollten eine Offenblende von 2.8 bis 4.0 haben, Teleobjektive 4.0 bis 6.3. 

   Für Nahaufnahmen bitte kein Zoom mit "Makrofunktion" verwenden. Diese fokussieren nicht schnell genug und bringen Einbußen bei der Bildqualität mit sich. Besser sind echte Makro-Objektive. Für den Zoo sind Brennweiten von 90-150 mm ideal.

   Ein Teleobjektiv ist für mich im Zoo wie in der Natur ein Muß! Hier darf es auch gerne ein Zoom sein. Bei Brennweiten ab 300 mm beginnt es, meiner Erfahrung nach, Spaß zu machen. Um den Tieren nahe zu kommen, rate ich zu Zooms mit mindestens 300, besser 400 oder gar 600 mm maximaler Brennweite.


3. das stativ

Selbst bei schönem Wetter und in den Aussenbereichen ist ein gutes Stativ hilfreich und kann für das letzte Quäntchen Schärfe verantwortlich sein, dass die "Aufnahme des Tages" vom Ausschuss trennt.

   Dreibeinstative sind natürlich perfekt, doch aufgrund ihres Platzbedarfs nicht immer für den Zoo geeignet. Hin und wieder

werden sie zur Stolperfalle für andere Besucher und damit zur Gefahr für die eigene Ausrüstung. Außerdem ist man mit einem Dreibein oft einfach nicht schnell und flexibel genug.

  Ein stabiles Einbeinstativ ist für mich der beste Kompromiss. Meiden Sie aber in jedem Falle hier die Billigmarken. Achten Sie auf eine hohe Stabilität und eine solide Verarbeitung.


4. der blitz

Hier lohnt sich das Sparen hingegen am allermeisten. Man kann es leider nicht oft genug sagen: sparen Sie sich den Blitz, egal ob in Ihrem Zoo ohnehin ausdrücklich verboten oder nicht!

  Blitzlicht ruiniert Ihre Zoobilder in den meisten Fällen völlig und es stört andere Besucher.

Vor allem, und das scheint viele Menschen zu überraschen, werden die Tiere durch das Blitzlicht enorm gestreßt oder sogar geschädigt. Erfahrene Tiere drehen sich schon weg, sobald sie nur eine Kamera sehen.

   Auch das Fokushilfslicht sollten Sie ausgeschaltet lassen!


5. das transportbehältnis

Dieses Thema ist im Hinblick auf den damit verbundenen Wohlfühlfaktor nicht zu unterschätzen. Sorgen Sie für den höchstmöglichen Tragekomfort, sonst kann sich ein längerer Zoobesuch schmerzhaft bemerkbar machen.

   Persönlich rate ich von Umhängetaschen zugunsten von Rucksäcken, Hüfttaschen oder Gürtelsystemen ab.

Taschen rutschen nicht selten gerne im entscheidenden Moment der Aufnahme von der Schulter.

   Achten Sie darauf, dass die mitgeführte Ausrüstung schnell und sicher erreichbar ist. Wenn Sie beim Objektivwechsel erst mühsam umpacken müssen, hat sich das Motiv möglicherweise bereits verzogen.


6. das fotografieren durch gitter

Gitter sind ein Hinderniss. Es hilft, so nahe wie möglich bzw. zulässig an das Gitter heranzugehen. Im Idealfall kann man die Kamera am Gitter anlegen.

   Benutzt man dann noch ein möglichst lichtstarkes Objektiv, kann man die Gitter bei offener Blende durch die geringere Tiefenschärfe fast verschwinden lassen.

   Dabei muss der Abstand zwischen Kamera und Gitter deutlich kleiner sein, als der des Motivs zum Gitter, sonst funktioniert dieser Effekt nicht mehr. Befindet sich das Motiv bereits sehr dicht am Gitter sind alle Mühen vergebens.

   Beachten sollte man dabei, dass auf das Gitter selbst kein oder möglichst wenig Licht fällt. Scheint die Sonne direkt auf das Gitter, überstrahlen die Reflexe das Bild. Schon den Versuch kann man sich sparen.

   Mit Gittern im Bildhintergrund verhält es sich genauso. Je größer der Abstand des Motivs dazu ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf dem Foto unsichtbar sind.

   Sind Gitter später auf dem Foto zu erkennen, stören sie so sehr, dass es früher oder später im Papierkorb landen wird.

Zu großer Eigenabstand zum Drahtzaun
Zu großer Eigenabstand zum Drahtzaun

7. das fotografieren durch glasscheiben

Glas hat andere störende Eigenschaften als Gitter. Gerne spiegelt sich darauf das direkte Umfeld. Es hat mir Bilder verdorben, als im Moment der Aufnahme hinter mir jemand in einem blau-weiß gestreiften Pullover vorbeiging. Die Streifen spiegelten sich im Glas und waren aus dem Bild nicht mehr herauszubekommen.

   Manchmal können andere Besucher aber auch helfen, dank ihres Schattens störenden Lichteinfall zu mindern.

   Gehen Sie so nah an das Glas wie möglich, um störende Einflüsse zu mildern. Tragen Sie selbst möglichst dunkle, unifarbene Kleidung.

   Und besonders wichtig: fotografieren sie immer gerade durch die Scheiben hindurch! Fotografiert man vor allem durch die in Zoos häufig zu findenden Panzerglasscheiben schräg, verliert das Bild enorm an Schärfe, ganz gleich wie gut es vielleicht auf dem Display noch ausschauen mag.

Wilde Reflexe auf der Glasscheibe
Wilde Reflexe auf der Glasscheibe

8. der termin

Achten Sie bei der Planung des Zoobesuchs besonders auf Brücken- und Feiertage oder Ferien. Warum? Nicht nur, dass der an solchen Tagen wahrscheinliche Besucheransturm weniger Möglichkeiten zur "Entfaltung" bietet. Je voller der Zoo, desto mehr halten sich die Tiere zurück und sind weniger gut zu sehen, als an ruhigeren Tagen.

Doch ist so ein Tag nicht automatisch sinnlos. Sind einmal sehr viele Menschen im Zoo, suche ich erst die nicht so populären Bereiche auf und bewege mich möglichst gegen den Strom. 

 

„Ich will jetzt aber zu den Erdmännchen. Eeeeerdmännchen, wie süüüüüüüüüüüüüüüß!. Papa, können wir jetzt gehen?“.


9. die uhrzeit

Es gibt keine perfekte Tageszeit für einen Zoobesuch. Manche Tiere sind morgens sichtbar und verbergen sich im Lauf des Tages vor den zunehmenden Besuchermengen. Andere sind vielleicht dämmerungsaktiv und erscheinen erst am späteren Nachmittag. Auch Reinigungs- und Fütterungszeiten spielen eine große Rolle.

Natürlich sind die Morgen- und Abendstunden wegen des schöneren Lichteinfalls besonders empfehlenswert. Jedoch liegen manche Gehege dann noch oder schon komplett im Schatten. Hier gilt es, eigene Erfahrungen zu sammeln.

  Bietet Ihr Zoo gelegentlich verlängerte Öffnungszeiten an? Die können Gelegenheit für ungewöhnliche Bilder bieten.


10. das wetter

Trübe Tage zeichnen sich durch schlechte Lichtverhältnisse aus. An einem wolkenverhangenen Tag reicht das Licht selbst unter freiem Himmel schnell nicht mehr zum Fotografieren. Auch sind die Tiere oft weniger aktiv, als bei Sonnenschein.

   Trübe Tage versprechen andererseits aber leere Zoos. Die Tiere zeigen dann oft ein verändertes Verhalten oder besetzen andere Stellen im Gehege, wodurch sich vielleicht wieder neue, interessante Motive ergeben.

   Außerdem bleibt selbst bei schlechtem Wetter immer noch die Möglichkeit, in aller Ruhe in den deutlich leereren Häusern zu fotografieren.

Dammwild - wetterfest!
Dammwild - wetterfest!

11. die bildkomposition

Jeder Mensch hat seine eigene Auffassung von gelungenen Bildern und das soll auch so sein.

   Wechseln Sie zwischen Nahaufnahmen und Bildern, die ein Tier in seiner Umgebung zeigen, soweit dies Ihre Objektive zulassen.

   Achten Sie nur in jedem Falle darauf, dass vom Gehege so wenig wie möglich zu erkennen ist. Also keine Futterstellen, Gitter, oder ähnliches. Im Idealfall sollte eine Zooaufnahme nicht von einer in freier Wildbahn zu unterscheiden sein!

   Bilder werden dann für den Betrachter besonders spannend, wenn die Augen der Tiere sichtbar sind bzw. sogar Blickkontakt besteht. Dies gilt vor allem für Tierportraits.

Blickkontakt
Blickkontakt

12. serienbilder

Heutige Kameras lassen Serienbilder in hoher Geschwindigkeit zu. Serienbilder können hilfreich sein, um vielleicht besagten Blickkontakt zu erwischen oder um das eine Bild zu haben, das schlussendlich das entscheidende Quäntchen schärfer ist oder in welchem das Tier die schönere Pose zeigt.

   Ich selbst schieße gerne kurze Serien mit max. 3-5 Bildern im langsamen Modus, sofern die Tiere überhaupt in Bewegung sind. Tiere in Aktion berechtigen auch zu längeren, schnellen Serien!

   Ich kann aus 3 Gründen aber nur davon abraten, den Finger chronisch auf dem Auslöser zu halten und minutenlange Serien zu schießen. Erstens hat das mit bewusster Fotografie nichts 

mehr zu tun. Zweitens verlieren sie schnell den Spaß daran, aus Hunderten das eine Bild auszuwählen. Häufig verstopfen diese Serien unbearbeitet den heimischen Rechner.

   Drittens wird die Lebensdauer einer Spiegelreflexkamera in der Anzahl an Auslösungen gemessen. Dabei zählen auch alle unnütze geschossene Bilder mit!

   Aber: wenn Sie glauben, das Bild des Tages geschossen zu haben und das Motiv Ihnen Zeit für 2-3 weitere Bilder lässt, nutzen Sie die Gelegenheit! Ich musste schon oft feststellen, dass die Bilder auf dem Display der Kamera besser aussahen, als bei der Sichtung am PC. Häufig war ich froh, weitere Bilder gemacht zu haben, die doch noch einen Hauch besser waren.


13. die iso-automatik

Auch wenn sie nicht immer frei von Tücken ist: ich nutze die ISO-Automatik im Zoo regelmäßig.

   Denn ich habe schon häufig Situationen erlebt, in denen mir nur wenige Sekunden für ein gutes Bild geblieben sind, da das Tier sofort die Position geändert hat. Hätte ich die ISO erst manuell auf den idealen Wert einstellen müssen, wäre mir das Motiv in diesen Fällen entgangen.

   Außerdem verändern sich die Lichtverhältnisse bei einem Rundgang im Zoo sehr schnell. Mal befindet sich das Motiv im Sonnenlicht, mal im Schatten. Eben ist man am Freigehege, dann wieder in einem Gebäude. Da vergisst man schnell einmal auf die ISO zu achten und schon geht ein Bild verloren.

Ein zu hoher ISO-Wert drückt die Bildqualität. Er verstärkt das Bildrauschen und senkt den Dynamikumfang. Bei zu niedriger ISO verwackelt das Bild vielleicht unnötigerweise. Es gilt, den Kompromiss zu finden, bei dem die Bildqualität noch vertretbar ist. Dazu sollte man mit seiner Kamera vorab ein paar Testbilder machen und am PC auswerten. 

   Den so gefundenen Wert habe ich als Höchstwert bei der ISO-Automatik eingestellt, den ich nur in Extremfällen und dann auch nur bewußt manuell überschreite.

   Erst wenn ich erkenne, dass mir das Motiv ausreichend Zeit für weitere Aufnahmen lässt, optimiere ich die Einstellungen von Hand. Und stelle dann hoffentlich wieder auf Automatik :o) 


14. die geduld

Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie bei einem Zoobesuch nicht gleich jedes Tier optimal vor die Linse bekommen. Das wird niemals der Fall sein. Es spricht außerdem für die Qualität des Zoos, wenn die Tiere über Rückzugsräume verfügen und sich somit einmal „unsichtbar“ machen können.

   Kommen sie einfach auf dem Rückweg noch einmal vorbei. Oder Sie nutzen die gewonnene Zeit, um bei anderen Tieren vorbeizuschauen, die sie eventuell gar nicht auf der Liste hatten.

Manche Tiere "erwischt" man aber erst beim x-ten Besuch.

Sind Tiere gut sichtbar oder besonders aktiv, nehmen sie sich Zeit zur Beobachtung. Schießen sie nicht nur 2 Bilder und gehen dahin, wo es vielleicht nichts mehr zu sehen gibt. Manche Tiere gewöhnen sich schnell an den Menschen vor dem Gehege und geben dann noch viel schönere Motive ab.

 

Ein Junge, seinem Vater vorweglaufend: „Gesehen, nächster! Gesehen, nächster! Gesehen, nächster! Gesehen, nächster!...“ (Stimme verschwindet in der Entfernung).


15. die bildauswahl + die bearbeitung

Seien sie vom ersten Tag an streng mit sich! Sichten sie Ihre Aufnahmen und sortieren alle Fotos aus, die nicht gelungen sind. Auch ein bisschen scharf ist unscharf. Beweis- oder Erinnerungsbilder sind nur sinnvoll, wenn man das Bild später gegen gelungene Aufnahmen austauschen möchte. Ansonsten wächst Ihnen die Menge an Bildern schnell über den Kopf.

   Überlegen Sie stets, was Sie mit Ihrem Bild zeigen möchten und ob Ihnen das in jedem Einzelfall gelungen ist. Bilder, die anderer Bilder zu ihrer Erklärung bedürfen, funktionieren nicht und gehören aussortiert!

   Vergleichen Sie alte und neue Bilder mit den gleichen Tieren stets miteinander und sortieren Sie die weniger gelungenen aus! Wiederholen Sie das Aussortieren mit einigem zeitlichen Abstand. Das erleichtert die Auswahl deutlich.

   Seien sie nicht enttäuscht, wenn nach einem Besuch vielleicht nur eine handvoll brauchbarer Aufnahmen übrig bleiben. Das ist ein ganz normaler Schnitt.

Ich kenne Fotografen, die größten Wert darauf legen, dass ihre Bilder bereits "out of cam" perfekt sind, also keiner oder nur minimaler Bearbeitung bedürfen. Das ist ein edles Ziel.

   Ohne in diese Grundsatzdiskussion einsteigen zu wollen: ich bemühe mich stets, bereits in der Kamera ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Doch ich erlebe die Zoofotografie als sehr ereignisabhängig, soll heißen, es bleibt für ein Bild oft nur sehr wenig Zeit. Meist zu wenig, um die optimalen Einstellungen zu finden. Gerade der Weißabgleich ist wegen der verschiedenen Lichtquellen in einem Zoo schwer über die Kamera zu steuern.

   Sollten sie an der Zoofotografie gefallen finden, trauen sie sich ruhig an das Thema "Bildbearbeitung" heran. Sei es auch nur, um die Bilder vielleicht noch schöner zu machen, als sie es ohnehin schon sind :o)

 

Der Enkel zur Oma: „Wo sind denn die wirklich gefährlichen Fische? Die mit FEUER oder GIFT?“


Wenn Sie jetzt noch einen guten Tag erwischen und Sie von Besuchern verschont bleiben, die meinen herumschreien, gegen Scheiben schlagen oder mit blitzenden Handys Selfies vor den Gehegen machen zu müssen, entstehen bestimmt ein paar gute Aufnahmen. Lassen sie sich überraschen.

 

Besucher zu seinem Freund: „Ey, ALTER! Hast Du den blöden Affen gesehen? Der guckt voll dämlich!“. Er haut gegen die Scheibe und ruft „Ey, Du blöder Affe!“. Viatu, der Silberrücken des Frankfurter Zoos, wirft mir einen Blick zu und verdreht die Augen, als wolle er mir sagen: „Ja, ich habe ihn gesehen!“

Viatu - genervt!
Viatu - genervt!

Ich freue mich über Ihre Kommentare und Anregungen:

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